12. Hugenotten-Duathlon

04.11.2018

Trockenes Wetter und milde Temperaturen, was gibt es besseres für einen Cross-Duathlon!?

Ein Kollege -Mark- hatte sich mit angemeldet. Da sein Wohnort auf dem Weg lag, nahmen wir ihn natürlich mit. So teilten wir uns die Vorbereitungen für das Event. Klar wurden die Fahrräder bereits im Vorfeld rennfertig gemacht. Dazu gehörte bei mir auch ein neuer Vorderreifen, Continental RaceKing CX Performance. Ich war gespannt wie sich dieser fahren lässt.

Ein letzter Check am Renntag vermittelt Sicherheit und man kann beruhigt an den Start gehen.

Wie gewohnt war das Rennen super organisiert. Nicht umsonst nahm ich nun das vierte Mal an diesem Duathlon teil. Die Startunterlagen waren schnell geholt und die Nummern an Rad und Trikot befestigt. Was mich am meisten freute, zwei Kollegen –Jürgen und Alessandro- aus Bruchsal waren auch wieder vor Ort. Man tauschte ein paar Neuigkeiten bei einem letzten Kaffee aus und trat nach der Streckenbesprechung an die Startlinie.

 

Bereits während dem Warmlaufen merkte ich, wie schwer die Beine sich noch anfühlten und der Mainova-Frankfurt-Marathon noch ordentlich in den Knochen steckte. Nach den Strapazen hatte eine Woche Erholungsphase nicht gereicht.

Der Startschuss fiel! Vor Sekunden standen wir noch zusammen und nun verteilte sich das Quartett. Von meinen Kollegen war nichts mehr zu sehen. Bereits nach der ersten Runde um den Sportplatz war es mir so warm, dass ich meine Jacke ausziehen und meiner Frau zuwerfen konnte. Eigentlich eine Kandidatin für einen Platz auf dem Siegertreppchen. Im Moment befindet sie sich jedoch auf der Zielgeraden der Schwangerschaft. Da das Baby bereits jetzt Rennluft mitbekommen sollte, durfte Melli  natürlich am Streckenrand nicht fehlen. Außerdem tut die seelische Unterstützung auch immer gut.

Auf den ersten 4,5 Kilometer musste ich mich ständig selber zügeln. Mein Puls war eigentlich zu hoch aber irgendwie wollten die Beine das Tempo halten… oder  war es der Kopf? Mein Verstand sagte eigentlich, dass ich die Bremse etwas anziehen sollte… War es das gefährliche “Mitziehen lassen“?

Plötzlich waren die ersten Kilometer gelaufen. Ich kam ins Stadion und war so überrascht, dass ich erst an meinem Fahrrad vorbei lief. Ich wechselte gerade meine Schuhe als Mark mich beim Vorbeilaufen anklopfte. Jetzt musste ich mich besonders beeilen, die Konkurrenz aus eigener Reihe klebte mir an den Fersen!

Ich schob mein Fahrrad aus der Wechselzone… ich war endlich in meiner Sportart. Aufholen und zeitlichen Vorsprung rausholen war angesagt!

Ich zog an einigen Teilnehmern vorbei und konnte guten Vorsprung gewinnen. Das ich Mark überholte merkte ich gar nicht. Ein einziger Kontrahent konnte mich auf der kompletten Strecke über 20km überholen. Dennoch spürte ich Pudding in den Beinen. Meine Beine mochten heute noch nicht mal das Fahrradfahren.

Trotzdem war ich ganz optimistisch! Ob ich die Zeit vom letzten Jahr toppen konnte?

 

Zurück in der Wechselzone, zog ein ganzer Pulk hinter mir her. Nur noch 4 Kilometer Laufen… würde ich die Distanz noch überstehen? Mental war ich bei weitem nicht so stark wie noch bei dem Mainova-Frankfurt- Marathon. Von den Beinen ganz zu schweigen….

Ich lief aus dem Stadion und  versuchte die Strecke geistig abzustecken. Meine Beine wollten nicht, ich versuchte mich immer wieder zu mobilisieren, aber  mein Tempo lies regelmäßig nach. mein Körper wollte eher Spazieren gehen als einen Lauf gegen die Zeit.

Ich lief ins Stadion ein und überquerte nach 1:32h die Ziellinie. 2 Minuten langsamer als im Vorjahr…

Trotz allem war ich zufrieden mit der Leistung und mit dem Ergebnis. Eine Verbesserung der Zeit wäre natürlich schön gewesen, aber müde Beine kann man nicht einfach wachrütteln und los legen.

Nun folgt noch ein weiterer Cross-Duathlon, der Rüssel-Cross! Etwas kürzer von der Laufdistanz und das letzte Event vor der Winterpause…

 

 

#für-das-Baby

#fahrrad-desch-laubach

#ich-hasse-eigentlich-laufen

 

 

 

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